UrbanBlueHealth × vienna water monitoring solutions × SVDK:
Gemeinsam die Zukunft der Wasserqualitätsmessung im Donaukanal gestalten
Obwohl der Donaukanal keine offiziell ausgewiesene EU-Badestelle ist, schwimmen hier während der Saison Hunderte Menschen. Im Rahmen des Projekts UrbanBlueHealth (UBH) werden innovative Werkzeuge entwickelt, die Schwimmer*innen dabei unterstützen sollen, die Wasserqualität besser einzuschätzen.
Die Medizinische Universität Wien untersucht gemeinsam mit vienna water monitoring solutions (ColiMinder) und dem SVDK die Wasserqualität im Donaukanal. Es werden Methoden entwickelt, um die Ergebnisse als verständliche und hilfreiche Informationen für die Schwimmer*innen aufzubereiten.
Was bisher passiert ist
Im Rahmen des Projektes UrbanBlueHealth wurde im Sommer 2025 für einige Wochen ein automatisches Messgerät (ColiMinder, VWMS-)Gerät beim Badeschiff Wien betrieben, mit dem die Aktivität des Enzyms beta-Glucuronidase als Hinweis auf mögliche mikrobiologische Belastungen gemessen werden kann. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wird die Studie im Sommer 2026 fortgesetzt. Parallel dazu werden Messungen an verschiedenen Stellen entlang der beiden Schwimmstrecken zwischen Friedensbrücke und Augartenbrücke und zwischen Herrmannstrand und Rotundenbrücke sowie an der Einmündung des Wienflusses in den Donaukanal durchgeführt.
Neues ColiMinder-Dashboard mit stündlichen Daten zur Wasserqualität des Donaukanals
︎︎︎ https://www.coliminder.com/badeschiff/
Das Dashboard zeigt:
- das aktuelle Messergebnis des ColiMinder-Systems (Enzymaktivität),
- sowie Niederschlagsdaten (Hohe Warte).
WICHTIG: Der ColiMinder misst nicht die Anzahl der Bakterien. Damit alleine kann also keine Aussage über die Qualität des Wassers und dessen Eignung zum Schwimmen getroffen werden. Die Messung kann jedoch frühzeitig Hinweise auf mögliche Veränderungen der mikrobiologischen Qualität liefern und langfristig ein hilfreiches Entscheidungstool für dynamische urbane Gewässernutzung werden.
Gerade der Donaukanal ist ein komplexes Gewässer mit vielen Einflussfaktoren. Erhöhte Werte der Enzymaktivität können beispielsweise mit Regenereignissen zusammenhängen, aber auch ohne starken Niederschlag auftreten.
Eure Rückmeldung ist gefragt
Bitte testet das Dashboard und teilt uns mit:
- Ist die Darstellung verständlich?
- Würde sie eure Entscheidung zum Schwimmen beeinflussen?
- Welche Informationen fehlen euch?
- Wie könnte das Dashboard nützlicher werden?
Feedback und Fragen bitte an: hallo@svdonaukanal.org
Eure Rückmeldungen helfen dabei, ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich praxisnahes Werkzeug für die Menschen zu entwickeln, die den Donaukanal tatsächlich zum Schwimmen nutzen.
Wie geht es weiter?
In der nächsten Projektphase wird eine automatische Probenahmevorrichtung mit dem ColiMinder verbunden. Bei ungewöhnlich hohen Messwerten können so automatisch Proben für die Laboranalyse entnommen werden. Damit kann besser überprüft werden, wie zuverlässig die Enzymaktivität auf erhöhte mikrobiologische Belastungen hinweist.
Einladung zum UrbanBlueHealth-Konsortiumstreffen am 16. September
Zum Abschluss des Projekts UrbanBlueHealth findet am 16. September in Wien ein Symposium statt, bei dem alle internationalen Projektpartner*innen die Ergebnisse ihrer Studien präsentieren und diskutieren.
Der SVDK wird die Perspektive der Donaukanal-Schwimmcommunity vertreten. Wir möchten eure Erfahrungen und Rückmeldungen in diese Diskussion einbringen und laden euch herzlich zur Teilnahme ein.
📍 Ort: Urania, Wien
📅 Datum: 16. September
🕙 Zeit: 10:00–15:00 Uhr
⧫ Agenda: wird noch bekannt gegeben
🗣 Veranstaltungssprache: Englisch
!! beschränkte Anzahl Teilnehmer*innen
<Anmeldung hier>
